Reportage
Vom Kindheitstraum in den eActros 600
Seit 36 Jahren ist Farhettin Öztürk für Gebrüder Weiss unterwegs – und noch immer mit derselben Begeisterung wie am ersten Tag. Heute sitzt der erfahrene Fahrer aus Lauterach als einer der Ersten im neuen eActros 600 und sagt offen: Die elektrische Zukunft fühlt sich anders an. Aber verdammt gut.
Manche Menschen wissen schon früh, was sie einmal machen wollen. Bei Farhettin war das genauso. Schon als Kind faszinierte ihn alles, was groß, kraftvoll und auf Rädern unterwegs war. Wenn im Fernsehen Traktoren oder Nutzfahrzeuge zu sehen waren, war seine Aufmerksamkeit sofort da. Dieses Gefühl hat ihn nie mehr losgelassen.
Aus dem Kindheitstraum wurde schon früh Realität. Mit 17 begann Farhettin bei Gebrüder Weiss in Lauterach. Kaum hatte er mit 18 den Führerschein in der Hand, wusste er genau, wohin sein Weg führen sollte. Er ging direkt zum Chef und sagte: „Ich will Lkw fahren.“
„Mit 18 habe ich den Führerschein gemacht und bin gleich zum Chef gerannt und habe gesagt: 'Ich will Lkw fahren.'“
Ganz so schnell ging es allerdings noch nicht. Zuerst hieß es: Erfahrungen sammeln, klein anfangen, Schritt für Schritt hineinwachsen. Zwei oder drei Monate war er zunächst mit einem kleineren Fahrzeug unterwegs, bevor er schließlich auf den großen Lkw wechseln konnte. Das war 1990. Heute, 36 Jahre später, sitzt er noch immer mit derselben Begeisterung hinter dem Steuer.
Und genau das spürt man, wenn Farhettin über seinen Beruf spricht. Da ist keine Spur von Routine oder bloßem Pflichtgefühl, sondern eine ehrliche Verbundenheit mit einer Arbeit, die ihn seit Jahrzehnten begleitet. Angefangen hat er im Nahverkehr, später half er auch in der Nachtlinie aus. Doch langfristig wollte er lieber tagsüber unterwegs sein. Heute fährt er Tagestouren in Österreich, Deutschland und der Schweiz – abwechslungsreiche Strecken, viele Begegnungen und am Ende des Tages wieder zu Hause. Gerade diese Mischung macht den Reiz für ihn bis heute aus.
„Lkw-Fahren war schon als Kind mein Traum.“
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Selten so überrascht
Nach so vielen Jahren im Beruf könnte man meinen, einen Fahrer wie Farhettin überrasche nichts mehr. Doch genau das hat der Mercedes-Benz eActros 600 geschafft. Als einer der ersten Fahrer bei Gebrüder Weiss bekam er das neue Fahrzeug – und war anfangs durchaus skeptisch. So wie viele andere auch.
Doch die ersten Erfahrungen haben ihn überzeugt. Und zwar nicht nur ein bisschen. Farhettin spricht offen darüber, dass die Vorbehalte am Anfang groß waren. Umso klarer fällt sein Urteil heute aus: Mit diesem Lkw kann man nicht nur arbeiten – er macht auch richtig Spaß.
„Wenn du dich an den E-Lkw gewöhnst, glaub mir: Du willst es nicht anders haben.“
Besonders beeindruckt hat ihn die Ruhe im Fahrerhaus. Was anfangs ungewohnt war, wurde schnell zu einem echten Pluspunkt. Kein ständiger Lärm, kein Dröhnen, nicht das Gefühl, permanent gegen das Fahrzeug arbeiten zu müssen. Stattdessen ein Fahrerlebnis, das spürbar entspannter ist und zugleich zeigt, wie sehr sich der Beruf verändert. Für Farhettin ist das kein Nachteil, sondern echter Fortschritt. Wer viele Jahre auf der Straße verbracht hat, weiß diese Ruhe besonders zu schätzen.
Auch bei Leistung und Komfort sieht er keinen Verzicht. Im Gegenteil: Für ihn bringt der eActros 600 genau das mit, was ein Arbeitsfahrzeug im Alltag braucht. Kraft, Platz, Komfort – alles da. Vielleicht ist genau das der wichtigste Punkt seiner Einschätzung: Farhettin urteilt nicht aus der Theorie, sondern aus jahrzehntelanger Praxis.
Die Waschmaschine schleudert mit 830 PS!
Auf kritische Fragen hat Farhettin mittlerweile die perfekte Antwort mit einem Augenzwinkern: „Am Anfang haben wir uns gedacht: Müssen wir uns das antun? Aber wir waren überrascht, was Mercedes da auf die Straße gestellt hat – qualitativ, kraftvoll und zum Arbeiten wirklich gelungen. Ich werde oft gefragt, wie die Waschmaschine läuft. Dann sage ich: Meine Waschmaschine schleudert mit 830 PS – und dann ist die Diskussion beendet.“
Gemeinsam älter werden
Mindestens so viel wie sein neuer Lkw erzählt auch seine Geschichte über seinen Arbeitgeber. 36 Jahre im selben Unternehmen sind heute selten geworden. Farhettin hat viel erlebt, Veränderungen gesehen und Menschen über lange Zeit begleitet. Dass er Gebrüder Weiss trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – so positiv beschreibt, sagt viel aus. Für ihn ist klar: Wenn ein Unternehmen nicht gut ist, bleibt man nicht so lange.
Besonders wichtig ist ihm dabei die menschliche Seite. Gemeinsam im Beruf älter werden, vertraute Gesichter über Jahrzehnte hinweg, Menschen, mit denen man schon in jungen Jahren begonnen hat und die noch immer da sind – all das ist für ihn alles andere als selbstverständlich. Vielleicht ist es sogar das Schönste an seiner Geschichte.
Farhettin steht damit für etwas, das in der Transportwelt besonders wertvoll ist: Erfahrung, Verlässlichkeit und die Bereitschaft, auch nach Jahrzehnten offen für Neues zu bleiben. Vom Jungen mit dem Traum vom großen Lkw bis zum erfahrenen Fahrer im eActros 600 spannt sich ein Bogen, der zeigt, wie viel Herz in diesem Beruf steckt.
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