Leben on the road
Jungfernfahrt nach Spanien
Die Sonne Spaniens lockt, während in Deutschland der Winter Einzug hält. Für Johannes war der Februar 2024 der perfekte Zeitpunkt, seinen frisch umgebauten Mercedes‑Benz LN2 1124 AF auf die Probe zu stellen. Was als einfache Fahrt ins Warme beginnt, entwickelt sich zu einer Reise voller unerwarteter Herausforderungen und bereichernder Begegnungen.
Endlich unterwegs
Die Route führt Johannes zunächst durch Frankreichs malerisches Zentralmassiv. „Ich fahre ohnehin gerne über Land, um mehr zu sehen“, erklärt er seine Entscheidung, Mautstraßen zu meiden. Mit seinem Fahrzeug kommt er an entlegene Orte, wo es geht, steht er über Nacht frei in der Natur und genießt die Ruhe und Einsamkeit.
„Ich habe immer wieder den faszinierenden Sternenhimmel bewundert und konnte gar nicht glauben, wie still es sein kann. Ein krasser Gegensatz zur Großstadt Berlin.“
Offroad-Abenteuer und Grenzerfahrungen
Eine wahre Bewährungsprobe erlebt Johannes in der Gorafe Wüste in Spanien. Tiefe Auswaschungen, schmale Passagen entlang steiler Abhänge und enge Kurven mit gefährlich wirkender Neigung testen Fahrer und Fahrzeug gleichermaßen. „Bei meiner ersten Offroad-Etappe dachte ich mehrmals, der Lkw könnte kippen, aber da hatte ich halt auch noch sehr wenig Erfahrung“, gesteht er. An besonders kritischen Stellen steigt seine Begleiterin aus und navigiert ihn per Funkgerät durch die Hindernisse.
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Auch die Bardenas Reales Wüste hält eine wichtige Lektion bereit. Nach einer Nacht auf einem Berg überrascht ihn am Morgen Regen, der den Untergrund in eine rutschige Schlammfläche verwandelt.
„Das Profil der Baustellenbereifung hat sich komplett zugesetzt, ich fuhr quasi mit Schlamm auf Schlamm“, beschreibt Johannes die heikle Situation. Mit eingeschalteter Untersetzung im ersten Gang meistert er vorsichtig den Abstieg.
Begegnungen am Wegesrand
Der umgebaute Lkw erregt überall Aufmerksamkeit und wird zum Türöffner für Gespräche. Am Strand trifft Johannes ein Schweizer Pärchen, das mit einem umgebauten Reisebus unterwegs ist, und begegnet ihnen sogar Monate später zufällig in Griechenland wieder. In der Nähe des Ebro-Deltas führt eine spontane Begegnung beim Baden zu einem gemeinsamen Abend mit französischen Reisenden – mit Kochen, Spielen und langen Gesprächen. „Diese Art der zufälligen Zusammenkünfte finde ich immer sehr schön“, schwärmt der Resieblogger.
Besonders in Erinnerung bleibt ihm ein Treffen an einem Supermarkt. Ein spanischer Ingenieur, der früher in Deutschland gelebt hatte, interessiert sich für das Fahrzeug. „Wir haben uns fast eine Stunde unterhalten. Er träumt davon, auch einmal so zu reisen“, erzählt Johannes. Nach Ladenschluss sitzen sie vor dem Lkw, trinken alkoholfreies Bier und tauschen Geschichten aus.
Zwischen Zweifel und Bestätigung
„Teilweise habe ich mich auf der ersten Reise schon gefragt, wozu ich überhaupt mit einem Allradfahrzeug durch die Gegend fahre“, gibt Johannes zu. Oft genug ist er auf normalen Straßen unterwegs, umgeben von gewöhnlichen Wohnmobilen.
Doch dann kommen die Momente, die seinen Entschluss bestätigen: Wenn er ins unberührte Hinterland abbiegt oder direkt am Strand parken kann, während andere auf Distanz bleiben müssen.
Regelmäßige Updates
Stay tuned! Ab jetzt berichten wir regelmäßig über Johannes und seine Erlebnisse seiner Reisen auf unserem Instagram Kanal.
Folgt Johannes auf unserem Instagram Kanal.
Hat dir dieser Artikel gefallen? Lass es uns wissen!