Leben on the road
Reise durch den Balkan - Erstmal nach Bosnien
Mit dem ausgebauten Lkw durch unbekanntes Terrain
Nach Monaten in Spanien und einem Sommer in Berlin bricht Johannes im Oktober 2024 zu seinem nächsten Abenteuer auf:
Eine Reise durch den Balkan - eine Region, die für ihn bis dato noch völlig fremd war. Im ausgebauten Mercedes Benz LN2 1124 AF geht es zuerst nach Bosnien und Herzegowina.
„Wenn man mich nach Bosnien fragt und nach dem ersten, was mir in den Kopf kommt, dann ist das leider ‚Krieg'", erzählt Johannes. Doch was er vorfindet, überrascht ihn positiv. „Was für ein tolles Land, schöne Landschaften, gutes Essen und freundliche Menschen."
Von Sarajevo in die Berge
Seine Reise führt ihn zunächst nach Sarajevo mit seiner lebendigen Altstadt. Von dort aus geht es hinauf in die Berge, vorbei an den verlassenen Olympia-Anlagen von 1984, die heute größtenteils nur noch Ruinen sind, nach Lukomir. Das höchstgelegene Dorf Bosniens, das nur im Sommer bewohnt ist. Über Schotterpisten mit atemberaubenden Bergpanoramen erreicht er abends schließlich sein Ziel.
„Ich liebe es, mit meinem Lkw alleine in den Bergen zu stehen und dort zu schlafen. Diese absolute Ruhe, die nur ab und zu durch Tiergeräusche unterbrochen wird, sowie die schönen Sterne - es ist einfach beeindruckend“, schwärmt Johannes.
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Während einer Wandertour zum Maglić-Gipfel stößt er an seine Grenzen: „Die Tour war für mich als ungeübten Kletterer mit etwas Höhenangst schon ziemlich anspruchsvoll." Zum Glück trifft er einen bosnischen Bergführer, der ihm hilft, die schwierigeren Etappen zu meistern.
Begegnungen mit Einheimischen
Die Gastfreundschaft der Menschen beeindruckt Johannes besonders. Als er am Fuß der olympischen Ruinen an seinem Lkw schraubt, bietet ihm ein älterer Mann spontan seine Hilfe an. „Er hat mir erzählt, dass er in Deutschland für Mercedes gearbeitet hat", erinnert sich Johannes.
Der Mann lädt ihn nach getaner Arbeit zu sich und seiner Frau nach Hause ein, wo Johannes erfährt, dass das Ehepaar während des Krieges nach Deutschland geflohen war und erst später in ihre Heimat zurückkehrte.
„Es war ein richtig netter Abend und da ich an diesem Tag nicht mehr weiterfahren wollte, habe ich auch den angebotenen Raki angenommen“, schmunzelt der Weltenbummler.
Spuren des Krieges und neue Hoffnung
Trotz der Schönheit des Landes sind die Narben des Krieges noch an vielen Stellen sichtbar. Warnschilder für Minen, Einschusslöcher in Gebäuden und ausgebrannte Häuser erinnern an die dunkle Vergangenheit. Besonders deutlich wird dies in Mostar, einer Stadt, die schwer unter dem Krieg gelitten hatte. Die berühmte Brücke, während des Krieges zerstört, ist heute wieder aufgebaut, und die Stadt erlebt einen touristischen Aufschwung.
Nach einigen Wochen in Bosnien setzt Johannes seine Reise fort und überquert die Grenze nach Montenegro. Mit im Gepäck hat er unvergessliche Eindrücke einer Region zwischen Vergangenheit und Aufbruch, zwischen Kriegsnarben und atemberaubender Natur. Für Johannes war es eine Reise, die seine Vorstellungen von Bosnien grundlegend verändert hat und ihn mit der Gastfreundschaft der Menschen tief beeindruckte.
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