Energieversorgung
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Energieversorgung

Bedarf analysieren – zuverlässige Anbindung an das Stromnetz sichern.

Damit eActros und eEconic ihre Arbeit aufnehmen können, braucht es die richtige Infrastruktur – und die richtige Vorbereitung. An erster Stelle steht hier die Bedarfsermittlung: Für wie viele Fahrzeuge müssen Ladesäulen bereitstehen? Wie energieintensiv sind die Touren, und in welchem Zeitraum kann das Aufladen der Batterien erfolgen? Welche Ladeleistungen sind erforderlich? Fragen wie diese klären wir für jeden Kunden individuell im Rahmen unseres umfangreichen eConsulting-Angebots. Sie sind die Basis für ein exakt auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnittenes Ladekonzept.

Liegt das Ladekonzept vor, kommt der nächste Schritt: die Ermittlung der Leistungsspitzen. Welche elektrische Leistung wird durch die bisherigen Verbraucher maximal abgerufen? Typischerweise zu berücksichtigen sind Beleuchtung, IT-Hardware, Klimatisierung und Produktionsanlagen. Dieser Leistungsbedarf erhöht sich nun durch den Energiebedarf der Ladestationen – besonders, wenn viele Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden sollen.

Die entscheidende Frage lautet: Ist die Anbindung an das örtliche Verteilnetz stark genug, um aufkommende Leistungsspitzen auch unter Berücksichtigung der Ladevorgänge abzudecken?

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Trifft das nicht zu, muss der örtliche Netzbetreiber – nicht der Stromanbieter – mit eingebunden werden. Er unterhält die technischen Anlagen, die die Mittelspannung des Verteilnetzes (1.000–50.000 Volt) dem Betriebshof als Niederspannung (230/400 Volt) zur Verfügung stellen. Der Netzbetreiber ist der richtige Ansprechpartner, sobald Änderungen an der Anschlussleistung notwendig werden.

Darüber hinaus lässt sich die verfügbare Anschlussleistung durch ein intelligentes Charge Management System optimiert nutzen. Ladevorgänge starten und überwachen kann damit ganz bequem remote geschehen. Eine übersichtliche Ansicht gibt jederzeit Auskunft über den State of Charge (SoC) des jeweiligen Fahrzeugs.

Charge Management bietet außerdem die Option, die nutzbare Leistung der Ladestationen zu begrenzen und auf der Basis von Schichtplänen ein möglichst konstantes Ladeprofil zu erstellen. Die Ausarbeitung Ihres Charge Management Systems ist ebenfalls Bestandteil des Mercedes‑Benz eConsultings.

Eine weitere Möglichkeit der Kostenkontrolle ist die Lastspitzenkappung (Peak Shaving). Das Ziel ist, Lastspitzen beim Stromverbrauch zu verhindern und damit Überkapazitätsgebühren des Stromanbieters zu vermeiden. Diese können fällig werden, sobald die tatsächliche Stromentnahme die vereinbarte Obergrenze überschreitet. Peak Shaving verhindert das durch Reduzieren der Ladeleistung auf Basis manueller Eingabe oder vorübergehendes Aussetzen des Ladevorgangs.

Die Elektrifizierung des Betriebshofs braucht einen deutlichen Vorlauf. Ab dem Erstkontakt können in der Regel sechs bis zwölf Monate vergehen, bis alles für den Einsatz der neuen Fahrzeuge bereit ist.

Soll die Flotte sofort umfangreich elektrifiziert werden, kann ein Netzausbau am Standort nötig sein. Hier ist eine größere Vorlaufzeit einzuplanen: Ausbauantrag und Angebot sowie Genehmigungen und Bau mithilfe des Netzbetreibers dauern in der Regel je nach Netzebene und Standort bis zu 24 Monate.

Deshalb kann es hilfreich sein, sich zeitnah an den örtlichen Netzbetreiber zu wenden, damit die langfristige Elektrifizierungsstrategie im Netzausbau berücksichtigt werden kann. Unser Mercedes-Benz eConsulting bietet auch zu diesem Thema umfangreiche Unterstützung an.

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